Inhalt der Website: Die Schweizerischen Gesellschaft für Lymphologie (SGL) übernimmt die Interessenwahrung der Mitglieder gegenüber politischen Organen, Behörden, anderen Organisationen, Krankenkassen und Versicherungen. Anerkennung der Fachausbildung des Lymphdrainage- und Ödemtherapeuten gemäss den kantonalen und eidgenössischen Richtlinien und Verordnungen.
Stichworte für Suchmaschinen: Schweizerische Gesellschaft für Lymphologie, SGL, Traumatische Ödeme, Pathephysiologie, Diagnostik, Therapie, Patienteninformationen, Lymphödem, Fachkliniken, Kinder-Lymph-Hilfe
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Das Lymphsystem ist Teil des Gefässsystems, das heisst ein Organ der Zirkulation, gleichzeitig aber auch Teil des Immunapparates.
Dem entsprechend kann die Lymphologie (Lehre des Lymphgefässsystems) in Lymphangiologie und Lymphadenologie eingeteilt werden.
Die Lymphangiologie gehört in das Gebiet der Angiologie, die Lympadenologie in dasjenige der Immunologie. Beide Teilgebiete der Lymphologie haben intensive Wechselbeziehungen zur Onkologie.
Die Immunologie und mit ihr die Lymphadenologie stehen heute im Brennpunkt des Interesses, die Lymphangiologie gehört jedoch weltweit leider nicht zu den Pflichfächern der Medizin. Der Leittragende ist der an einem Lymphödem erkrankte Patient, der nicht selten vom Arzt abgewiesen und vertröstet wird und dann bei Quacksalbern sein Heil sucht. Manchmal ist er Opfer einer nicht therapiebezogenen, aggressiven, sein Leiden verschlechternden Diagnostik, falscher konservativer Therapiemassnahmen oder einer «science fiction Operation» (Prof. Dr. med. L. Clodius).
Mit diesem Auszug aus einem Vorwort des «Lehrbuch für Lymphologie» v. Prof. Dr. med. S. Kubik (†), Zürich und Prof. Dr. med. M. Földi Hinterzarten (5. Auflage, Urban & Fischer Verlag), appellieren die Herausgeber wie auch die SGL an Ärzte, Physiotherapeuten und med. Masseure, dass die so erfolgreiche manuelle Lymphdrainage und komplexe physikalische Entstauungstherapie des Lymphödems nur möglich ist, wenn alle Berufsstände über das erforderliche theoretische Rüstzeug verfügen und harmonisch Hand in Hand miteinander zusammenarbeiten.
| Angiologie | = | Lehre von den Blut- und Lymphgefässen | |
| Immunologie | = | Lehre von den Erkennungs- und Abwehrmechanismen eines Organismus für körperfremde (u.U. auch körpereigene) Substanzen und Gewebe. |
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| Onkologie | = | Lehre von den Tumoren und tumorbedingten Krankheiten |
Aus Pschyrembel klinisches Wörterbuch
Die Lymphangiologie befasst sich mit den Erkrankungen des Lymphgefäßsystems als Organ der Zirkulation und Homeostase. Das Lymphgefäßsystem gliedert sich in 4 funktionelle Abschnitte:
Die wichtigsten Elemente der Lymphbildung sind: Blutkapillaren, Interstitium und Lymphkapillaren.

Aus der Gewebsflüssigkeit, welche in die initialen Lymphgefäße eintritt, entsteht die Lymphe. Aus den Lymphkapillaren gelangt die Lymphe in die Präkollektoren, von da aus in die Lymphkollektoren.

Die Lymphkollektoren befördern die Lymphe in die regionalen Lymphknoten. Die treibende Kraft, welche die Lymphströmung ermöglicht, stellt die Pulsation der Lymphgefäßwände dar.

Die Lymphknoten sind nicht nur Organe der Immunabwehr, sondern auch Bestandteile des Lymphgefäßsystems. So wird die Zusammensetzung der Lymphe in mehreren Lymphknotenstationen erheblich verändert, bis sie durch die Lymphstämme die Venenwinkel erreicht und der Blutbahn zugeführt wird.
| Homeostase | = | Gleichgewicht des sogenannten inneren Milieus des Organismus | |
| Blutkapillare | = | Bluthaargefässe | |
| Lymphkapillare | = | Lymphhaargefässe | |
| Interstitium | = | Bindegewebe | |
| Symptom | = | Fassbares Krankheitszeichen | |
| Chronisches Krankheitsbild | = | Eine Heilung im eigentlichen Sinne des Wortes ist nicht möglich; die Behandlungsmassnahmen bezwecken die Linderung der Krankheit |
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| Pathologischer Prozess | = | Krankhafter Prozess | |
| Latenzstadium | = | Zeit bis zum Sichtbarwerden der Zeichen einer Erkrankung; in der Lymphologie die Zeit vom Beginn der Lymphgefässerkrankung bis zur Manifestation der Schwellung |

Krankheitsprozesse können in verschiedenen Abschnitten des Lymphgefäßsystems auftreten, wodurch die Lymphbildung, der Lymphtransport oder sogar gleichzeitig beide Vorgänge beeinträchtigt werden. Die Konsequenz ist der Rückstau einer eiweißreichen Flüssigkeit im Gewebe, wodurch ein Lymphödem oder eine Flüssigkeitsansammlung in Körperhöhlen entsteht.
Auszug aus www.foeldiklinik.de