Inhalt der Website: Die Schweizerischen Gesellschaft für Lymphologie (SGL) übernimmt die Interessenwahrung der Mitglieder gegenüber politischen Organen, Behörden, anderen Organisationen, Krankenkassen und Versicherungen. Anerkennung der Fachausbildung des Lymphdrainage- und Ödemtherapeuten gemäss den kantonalen und eidgenössischen Richtlinien und Verordnungen.
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Das periphere Stauungsödem in folge Rechtsherzinssuffizienz ist im wesentlichen bedingt durch einen erhöhten venösen Druck, wodurch das Ödem grundsätzlich symmetrisch auftritt, beginnend meist an den Unterschenkeln und Füssen. Das Ödem kann jedoch auch die ganzen Beine und den Rumpf mitbetreffen und sich bis zu einer Anasarka ausbilden. Die Diagnose wird durch die entsprechende klinische und kardiologische Untersuchung sowie Feststellung der oberen Einflussstauung gesichert.
Die Basistherapie ist mit Diuretika und Digitalis durchzuführen, wobei jedoch manchmal die Diuretikagaben durch eine Hypotonie limitiert sind. Wenn dann noch Stauungsödeme der Beine bestehen, ist zusätzlich ML und Kompressionstherapie erfolgversprechend, wobei allerdings die Kompression nur sehr schwach angelegt werden darf, um nicht durch zu schnelle Ödemreduktion ein Lungenödem zu provozieren.
Andererseits ist ein medikamentös nicht ausreichend vorbehandeltes kardiales Stauungsödem sogar eine Kontraindikation für die physikalische Ödemtherapie. Ein Lungenödem ist grundsätzlich nur medikamentös behandlungsfähig.
Dieses entsteht im Rahmen einer Gestose oder Toxikose durch eine schwangerschaftbedingte Nephropathie, wodurch tief eindellbare Ödeme am ganzen Körper mit Bevorzugung der unteren Extremitäten auftreten. Die Basistherapie ist medikamentös. Falls diese medikamentöse Therapie nicht ausreicht oder wegen der Nebenwirkungen nicht genügend hoch dosiert werden kann, ist zusätzlich die physikalische Ödemtherapie möglich.
Auch bei den schwerergradigen Schwangerschaftsödemen, die nicht in einer Nephropathie begründet sind, ist die physikalische Ödemtherapie sinnvoll. Bei der Bestrumpfung ist darauf zu achten, dass das Leibteil entsprechend der Grössenzunahme des Bauches durch Einsetzen entsprechender Keile erweitert wird.
Bei einer Verminderung der Serumeiweisse unter ca. 5 g/dl und der Albumine unter 3 g/dl entstehen Eiweissmangelödeme. Die Ursachen sind entweder eine
Die häufigste Ursache ist in Europa der verstärkte Eiweissverbrauch durch Schwere Tumorerkrankungen oder durch eine erhöhte renale Eiweissausscheidung beim nephrotischen Syndrom. Die Ödematisierung kann bis zur Anasarka gehen. Bei der Bestimmung der Bluteiweisse muss man beachten, dass vorher die Diuretika abgesetzt werden, da sonst durch Eindickung des Blutes fälschlicherweise normale Bluteiweisswerte bestimmt werden könnten.
Bei der Leberzirrhose besteht zusätzlich eine behinderte Leberperfusion, so dass eine portale Hypertension mit Aszites (lokales Stauungsödem) resultiert. Eine weitere Ödemverstärkung ist durch den verminderten hepatogenen Abbau von Aldosteron und Östrogenen gegeben.
Die Basistherapie der Eiweissmangelödeme ist diätetisch und medikamentös, meist symptomatisch mit Diuretika und Aldosteron-Antagonisten. Bei nicht ausreichendem Ansprechen besonders der Beinödeme ist zusätzlich symptomatisch die Physikalische Ödemtherapie möglich.


Ischämisch-entzündliches Vorfussödem mit feuchter Gangrän bei diabetischer Angiopathie, vor und nach neunwöchiger Therapie.